CO₂-Preis Die Angst bezahlt die Rechnung

Wie aus Klimapanik ein Dauergriff in unsere Taschen wurde

Der CO₂-Preis ist längst kein „Lenkungsinstrument“ mehr, sondern ein Kassensystem. Seit Jahren nimmt der Staat hier Milliarden ein, und das Erstaunliche ist nicht einmal die Höhe der Summe, sondern die Ruhe dabei. Man zahlt. An der Zapfsäule. Beim Heizen. Über die Nebenkosten. Und natürlich im Supermarkt, weil jedes Produkt über Transport, Produktion und Energie indirekt mitbezahlt wird.

Wer glaubt, der CO₂-Preis betreffe nur Autofahrer oder Hausbesitzer, übersieht das Prinzip: CO₂ steckt in jeder Lieferkette. Es wirkt wie eine Steuer auf alles. Nur nennt man es nicht so, weil „Steuer“ ehrlicher klingt als die üblichen Verpackungswörter.

Denn verkauft wurde das anders. Keine Abzocke, sondern „Anreiz“. Kein Staatseinnahmeprogramm, sondern „Aufkommensneutralität“. Und als Beruhigungspille gab es das große Versprechen: Klimageld, Rückerstattung, Entlastung für Bürger.

Nur ist dieser Teil bis heute schlicht nicht passiert.

Statt Rückzahlung gibt es Rekordeinnahmen, die im Haushalt, in Fonds und Programmen gebunden werden. Gleichzeitig wird jede Kritik moralisch plattgewalzt: Klima, Verantwortung, Zukunft, richtige Seite der Geschichte. Das ist kein Argument, das ist ein Totschlag-Etikett, damit niemand mehr nachrechnet.

Und genau hier liegt der Kern: Klimapanik ist nicht Beiwerk, sondern Werkzeug. Wer Menschen in Daueralarm hält, kann Belastungen leichter durchdrücken. Wer Angst hat, stellt weniger Fragen. Wer Schuldgefühle bekommt, akzeptiert schneller neue Abgaben. So funktioniert das politisch hervorragend, auch wenn es mit Vernunft nur begrenzt zu tun hat.

Man sieht dieses Muster inzwischen überall, nicht nur bei CO₂. Gefühlt wird heute täglich vor dem nächsten „Schneechaos“ gewarnt. Und wenn dann fünf Zentimeter fallen, steht das halbe Land still, als wäre es eine Naturkatastrophe. Früher nannte man das Winter. Heute braucht es dafür Alarmstufe, Sondersendungen und hektische Durchhalteparolen. Hauptsache, die Warnkulisse läuft. Wer ständig Panik hört, gewöhnt sich daran, dass „Ausnahmezustand“ normal ist und „mehr Kontrolle, mehr Geld, mehr Eingriffe“ automatisch als Lösung verkauft werden.

Am Ende bleibt eine einfache Wahrheit: Der CO₂-Preis trifft nicht zuerst „die da oben“, sondern die Normalen. Pendler, Familien, Rentner, Menschen auf dem Land. Also genau jene, die nicht mal eben ausweichen können, wenn Politik beschließt, das Leben teurer zu machen.

Das ist keine ausgewogene Politik, das ist eine Umverteilungsmaschine mit moralischem Schutzschild. Der Bürger zahlt, der Staat kassiert, und die Panik liefert die Begründung. Das Versprechen war nur das Lockmittel.


Disclaimer: Dieser Beitrag ist ein politischer Kommentar und gibt ausschließlich die persönliche Meinung des Autors wieder. Er dient der Meinungsbildung und ist durch Artikel 5 Absatz 1 Grundgesetz geschützt. Die Inhalte sind allgemeiner Natur und stellen keine Rechtsberatung dar.

© 2026 Mirko Fuchs
Foto: KI-generiert


 


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