Überzeugung statt Gleichschritt

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Treue zur Partei, Treue zur eigenen Haltung

Ich bin Mitglied der AfD und kandidiere bei der kommenden Kommunalwahl sowohl für die Gemeindevertretung Eschenburg als auch für den Kreistag des Lahn-Dill-Kreises.

Das sage ich offen, und dazu stehe ich. Wer politisch aktiv ist, sollte den Mut haben, seine Überzeugungen nicht hinter Floskeln zu verstecken.

Aber Mitgliedschaft bedeutet für mich nicht, das eigene Denken an der Garderobe der Partei abzugeben.

Ich habe mich der AfD angeschlossen, weil ich viele Positionen teile. Weil ich der Meinung bin, dass dieses Land eine starke Opposition braucht. Weil ich glaube, dass Meinungsfreiheit, demokratische Debatten und politische Vielfalt wieder stärker verteidigt werden müssen.

Das heißt jedoch nicht, dass ich meine persönlichen Überzeugungen über Bord werfe, nur weil ein Thema nicht perfekt in ein politisches Raster passt.

Gerade beim Natur- und Artenschutz ist das für mich ein wichtiger Punkt.

Naturschutz ist kein Parteiprojekt

Ich komme aus einer Region, in der Natur nicht nur ein Wort aus Wahlprogrammen ist, sondern Teil des Alltags. Wälder, Felder, Wildtiere. Wer hier lebt, sieht jeden Tag, dass Natur kein abstraktes Konzept ist, sondern Realität.

Deshalb ist mir Natur- und Wildtierschutz persönlich wichtig.

Das betrifft viele Themen: verantwortungsvoller Umgang mit Landschaft, Respekt vor Wildtieren und auch der sachliche Umgang mit der Rückkehr von Arten wie dem Wolf.

Dabei geht es nicht um romantische Verklärung, sondern um Realität. Naturschutz bedeutet immer auch Abwägung zwischen verschiedenen Interessen. Zwischen Landwirtschaft, Weidetierhaltung, Sicherheit und dem Schutz von Arten.

Wer dieses Thema ernsthaft diskutieren will, muss bereit sein, alle Seiten anzuhören und Lösungen zu suchen, die sowohl die Natur als auch die Menschen im ländlichen Raum berücksichtigen.

Haltung zeigen, ohne sich verbiegen zu lassen

Politik wird heute oft so dargestellt, als müsse man sich für ein komplettes Weltbild entscheiden. Entweder man denkt in allen Fragen identisch oder man gehört angeblich nicht dazu.

So funktioniert Demokratie aber nicht.

Demokratie lebt davon, dass Menschen eigene Positionen vertreten und bereit sind, offen darüber zu sprechen. Auch innerhalb von Parteien.

Ich stehe zu meiner politischen Heimat in der AfD. Gleichzeitig lasse ich mir meine persönlichen Überzeugungen nicht vorschreiben. Wer politisch aktiv ist, sollte Rückgrat haben. Gegenüber Gegnern, aber auch gegenüber dem eigenen Lager.

Gerade das macht eine Demokratie lebendig.


Disclaimer: Dieser Beitrag gibt meine persönliche Meinung wieder. Er dient der politischen Meinungsäußerung im Rahmen von Artikel 5 des Grundgesetzes und stellt keine Tatsachenbehauptungen über konkrete Personen oder Institutionen dar.

© 2026 Mirko Fuchs
Foto: KI-generiert



 


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