Warum Europas Migrationspolitik an Zahlen scheitert
Europa schrumpft und altert, Afrika wächst in einem Tempo, das jede politische Beschwichtigung lächerlich macht. Rund 450 Millionen Menschen in der EU stehen heute einer Region gegenüber, die bereits über eine Milliarde Einwohner zählt und bis 2050 auf mehr als zwei Milliarden anwachsen dürfte. Das ist keine Meinung, das ist Statistik.
In Teilen Subsahara-Afrikas bringen Frauen im Schnitt sechs oder sieben Kinder zur Welt. Jedes Jahr wächst die Region um Größenordnungen, die der Bevölkerung ganzer europäischer Staaten entsprechen. Selbst wenn Europa jährlich Millionen Menschen aufnehmen würde, wäre das für Afrika kaum spürbar, für Europa jedoch sozialer Sprengstoff.
Migration folgt nicht nur Not, sondern Information. Je größer die bestehenden Netzwerke, desto schneller setzt sich die Bewegung fort. Aus Hilfe wird Struktur, aus Ausnahme Dauerzustand. Wer glaubt, man könne diese Dynamik politisch moderieren, verwechselt Wunschdenken mit Rechenarbeit.
Der europäische Sozialstaat ist auf knappe Demografie gebaut. Er funktioniert mit Beiträgen, Wohnraum und Zeit zur Integration. Trifft dieses Modell auf Massenmigration aus Gesellschaften mit völlig anderen Bevölkerungsrhythmen, geraten Schulen, Kommunen und Haushalte unter Druck. Nicht ideologisch, sondern ganz banal organisatorisch.
Politisch wird das Thema moralisch aufgeladen, weil Zahlen unbequem sind. Doch Demografie verhandelt nicht. Sie fragt nicht nach Haltung, sie addiert. Wer das ausspricht, wird beschimpft, obwohl er lediglich beschreibt, was sich messen lässt.
Noch nie hat ein alternder Kontinent ein derart junges Bevölkerungswachstum sozial integriert, ohne sich selbst grundlegend zu verändern. Trotzdem wird so getan, als könne Europa gleichzeitig Weltrettungsstation, stabiler Wohlfahrtsstaat und kulturell konsistentes Gemeinwesen bleiben.
Afrika braucht Entwicklung, Bildung und eine Stabilisierung der Geburtenzahlen. Europa bietet vor allem Zugang zu seinen Sozialsystemen. Ein Kontinent ohne Arbeit trifft auf einen ohne Kinder, beide hoffen auf ein Wunder.
Die Rechnung geht nicht auf. Die Lücke zwischen Wachstum und Aufnahmekapazität ist zu groß. Wer das ignoriert, arbeitet nicht an Humanität, sondern an Überforderung. Der wahrscheinlichste Ausgang ist kein sanfter Wandel, sondern ein schleichender Verlust von Wohnraum, Sicherheit, Bildungsqualität und gesellschaftlichem Vertrauen.
Der viel zitierte Kollaps ist kein Schreckgespenst, sondern ein mathemisches Szenario. Solange man glaubt, Moral könne Mengen ersetzen, steuert Europa sehenden Auges in ein Experiment ohne Notausgang.
Disclaimer: Dieser Text stellt eine meinungsbildende Analyse auf Basis öffentlich zugänglicher demografischer Daten und wissenschaftlicher Prognosen dar. Er erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ersetzt keine fachwissenschaftliche Beratung. Die Ausführungen bewegen sich im Rahmen der verfassungsrechtlich geschützten Meinungsfreiheit.
Symbolische Darstellung einer systemischen Überforderung, nicht Bewertung einzelner Menschen.
© 2026 Mirko Fuchs
Foto: KI-generiert
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