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Fünf Milliarden für die UN – und Baerbock macht Deutschland zum Gespött
Ich gebe zu: Früher dachte ich, wenn ein Land Milliarden zahlt, dann wird es auch entsprechend ernst genommen. Deutschland hat mich eines Besseren belehrt.
Wir überweisen Jahr für Jahr rund fünf Milliarden Euro an die Vereinten Nationen. Wir gehören zu den größten Geldgebern überhaupt. Deutsche Steuerzahler finanzieren einen erheblichen Teil dieses Apparates mit.
Und trotzdem schafft es die Bundesregierung immer wieder, auf internationaler Bühne den Eindruck zu hinterlassen, als säße Deutschland nicht mit am Tisch, sondern irgendwo daneben auf einem Klappstuhl.
Besonders deutlich wurde das in den vergangenen Jahren unter der Führung von Annalena Baerbock.
Kaum eine Außenministerin hat die Meinungen so stark polarisiert. Während ihre Anhänger von wertegeleiteter Außenpolitik sprachen, sahen viele andere vor allem eine Politik der Selbstinszenierung. Große Gesten, große Worte, große Moral. Nur die großen Erfolge blieben erstaunlich schwer auffindbar.
Der traurige Höhepunkt war die Debatte um ihre Rolle bei den Vereinten Nationen nach dem Ende ihrer Amtszeit. Statt Deutschland diplomatisch stärker zu machen, entstand bei vielen Beobachtern der Eindruck, dass persönliche Ambitionen und politische Symbolik wichtiger waren als die Frage, wie Deutschlands Ansehen tatsächlich verbessert werden könnte.
International sorgte das nicht gerade für Bewunderung. Eher für Kopfschütteln.
Und während Deutschland Milliarden zahlt, muss es immer wieder feststellen, dass andere Staaten ihre Interessen deutlich erfolgreicher durchsetzen. Nicht weil sie mehr Geld haben. Sondern weil sie ihre nationale Position konsequenter vertreten.
Die Bürger sollen sparen, die Welt soll kassieren!
Was mich dabei besonders ärgert: Dieselben Politiker erzählen den Bürgern ständig, was alles angeblich nicht finanzierbar sei.
Beim Wohngeld wird gezögert.
Beim BAföG wird gerechnet.
Kein Geld für die Rente da.
Kommunen kämpfen mit ihren Haushalten.
Straßen, Schulen und Infrastruktur warten auf Investitionen.
Aber wenn es um internationale Milliardenüberweisungen geht, scheint das Geld plötzlich grenzenlos verfügbar zu sein.
Und dann kommt der eigentliche Witz: Trotz aller Zahlungen wird Deutschland immer wieder vorgeführt wie der Gast, der die gesamte Restaurantrechnung übernimmt und anschließend dankbar sein soll, überhaupt einen Platz am Tisch bekommen zu haben.
Spätestens an diesem Punkt sollte man sich ehrlich machen.
Internationale Zusammenarbeit ist wichtig. Die Vereinten Nationen haben ihre Berechtigung. Aber wer Jahr für Jahr Milliarden überweist und gleichzeitig feststellen muss, dass der politische Einfluss eher schrumpft als wächst, darf die Sinnfrage stellen.
Nicht aus Feindseligkeit gegenüber der UN.
Sondern aus gesundem Menschenverstand.
Denn Außenpolitik besteht nicht daraus, möglichst viel Geld auszugeben und anschließend auf Applaus zu hoffen. Außenpolitik bedeutet, die Interessen des eigenen Landes wirksam zu vertreten. Genau daran fehlt es seit Jahren.
Annalena Baerbock steht für viele Kritiker inzwischen sinnbildlich für eine Politik, die moralisch die Welt verändern möchte, dabei aber immer häufiger den Eindruck hinterlässt, Deutschlands tatsächlichen Einfluss zu schwächen statt zu stärken.
Das Bitterste ist dabei nicht einmal die Niederlage.
Das Bitterste ist die völlige Lernresistenz der politischen Klasse.
Selbst nach offensichtlichen Rückschlägen wird der Kurs nicht hinterfragt. Es soll einfach weitergehen wie bisher. Mehr Geld. Mehr Symbolpolitik. Mehr internationale Selbstvergewisserung.
Deutschland hat in New York nicht nur diplomatische Rückschläge erlebt.
Deutschland hat dort vor allem sehen können, wie wenig sich Respekt durch Geld allein kaufen lässt.
Und trotzdem scheint man in Berlin entschlossen, genau dieselben Fehler noch einmal zu machen.
Disclaimer: Dieser Beitrag ist ein Meinungsbeitrag. Die enthaltenen Bewertungen und Schlussfolgerungen stellen die persönliche Auffassung des Autors dar und erfolgen im Rahmen der durch Artikel 5 Grundgesetz geschützten Meinungsfreiheit.
© 2026 Mirko Fuchs
Foto: Satirische Darstellung zur politischen Meinungsäußerung. Personen und Ereignisse sind künstlerisch überspitzt dargestellt.
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